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Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   18.12.2018

 

Der Frankreichaustausch begeisterte auch dieses Jahr wieder alle Teilnehmer*innen und war eine sehr schöne Erfahrung. Zuerst kamen die Franzosen im November letzten Jahres zu uns nach Erftstadt, im März, haben wir sie in ihrer Heimat Südfrankreich besucht.

Begleitet wurden wir dabei von Herr Kopplin und Frau Meyer. Am Mittwoch, dem 7.3.2018 trafen wir uns um halb acht in der Früh am Liblarer Bahnhof, fuhren mit der nächsten Bahn nach Köln und von da aus mit dem Schnellzug „Thalys“ zum Gare du Nord in Paris. Dort angekommen waren wir erst einmal ganz begeistert und aufgeregt, viel von Paris sahen wir allerdings nicht, da wir uns nur am Bahnhof aufhielten. Das war jedoch nicht schlimm, denn auf unserer folgenden Zugfahrt quer durch Frankreich konnten wir viele andere Dinge sehen. Wir bemerkten, wie die Landschaft immer mediterraner wurde, je tiefer wir in den Süden fuhren.

Kurz vor unserer Ankunft am Gare de Nîmes, waren wir alle ziemlich nervös, jeden Moment unsere Gastfamilien kennenzulernen. Das war später aber alles kein Thema mehr, nachdem wir alle herzlich empfangen wurden. Am Abend zeigte mir meine Austauschpartnerin bei einem Spaziergang das Dorf, in dem sie wohnt. Gerade die typisch französischen Häuser waren sehr schön und vor allem ganz anders als in Deutschland. Am nächsten Tag lernten wir mit unseren Austauschschülern den Unterricht an ihrer Schule kennen, darauf waren wir alle schon lange vorher gespannt. Im Nachhinein fanden wir sowohl das französische Schulsystem als auch die riesige Menge an Schüler*innen, die das Lycee besucht, sehr interessant. In den Klassen unserer Austauschpartner*innen lernten wir auch deren Freunde kennen, was sich jedoch manchmal als etwas kompliziert erwies, da viele Menschen in Frankreich kein Englisch sprechen. Auch waren wir ganz angetan davon, dass in der ganzen Gegend Palmen wachsen und sehr viele Familien einen Pool besitzen.

Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam mit den Franzosen in die Großstadt Montpellier und machten dort eine Stadtführung. Danach durften wir in kleinen Gruppen die Stadt alleine erkunden und nutzten dies zum Fotografieren oder Shoppen. Später spielten wir alle zusammen Lase Tag und hatten großen Spaß, waren danach jedoch auch sehr müde.

An den Abenden saß ich oft mit meiner Austauschpartnerin zusammen und wir führten lange Gespräche über alles Mögliche. Das gemeinsame Abendessen mit der Familie, welches in Frankreich erst gegen 21 Uhr stattfindet, war für mich sehr ungewohnt, aber im Nachhinein gefiel es mir so sogar besser. Die Eltern meiner Partnerin waren sehr herzlich und lustig, sodass wir beim Essen immer lange geredet haben.

Am darauffolgenden Tag begann das Wochenende. Dies war uns komplett freigestellt und wir konnten machen, was wir wollten. Am Samstagnachmittag gingen wir zum Beispiel alle zusammen Schlittschuhlaufen und feierten dann abends gemeinsam bei einer anderen Austauschschülerin eine kleine Party. Das machte allen großen Spaß und wir konnten unsere Bindung zu den Franzosen noch stärken.

Am Sonntag blieben die meisten dann in ihren Gastfamilien. Ich fuhr mit „meiner Familie“ zum Beispiel in ein kleines, malerisches Bergdorf, in dem wir eine unglaubliche Aussicht hatten und anschließend essen gingen. Wieder zuhause machten wir zusammen Crêpes.

Am folgenden Montag fuhren wir deutschen Austauschschüler*innen in die Stadt Arles, in der wir in Gruppen eine Stadtrallye machten. Anschließend fuhren wir zum Strand, der ein bisschen von der Stadt entfernt lag. Leider spielte das Wetter nicht so mit, es war ziemlich windig und etwas bewölkt, dennoch war es sehr schön und wir hatten eine tolle Zeit, sodass wir gar nicht mehr gehen wollten.

Noch am selben Abend sollten wir bereits packen, was uns sehr wunderte, da wir das Gefühl hatten, gerade erst angekommen zu sein.

Am nächsten Tag brachen wir zu unserem letzten Ausflug nach Nîmes auf, einer alten, von den Römern geprägten Stadt. Dort erkundeten wir das antike, riesige Amphitheater und genossen bei knallblauem Himmel und strahlender Sonne auf seinen oberen Rängen die umwerfende Aussicht auf die Stadt. Anschließend besuchten wir die „Maison-Carree“ und danach eine hohe Aussichtsplattform, inmitten eines riesigen Gartens.

Leider war der Tag in Nîmes viel zu schnell vorbei. Danach hatten wir in der Schule mit den Franzosen eine gemeinsame Abschiedsfeier. Dort brachte jede*r etwas zum Essen und Trinken mit und wir hatten großen Spaß, einen letzten Abend mit unseren Austauschpartner*innen zu verbringen und die gemeinsame Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen.

Am nächsten Morgen war es dann Zeit sich zu verabschieden, was schon ziemlich traurig war. Es flossen viele Tränen, allerdings entstand auch Vorfreude, denn manche werden im Sommer ihre Partner wieder besuchen. Die anschließende Rückfahrt kam uns unglaublich kuz vor und wir verbrachten die meiste Zeit mit dem Anschauen von Fotos oder Unterhaltungen über die schöne Zeit.

Für mich war der Frankreichaustausch eine wirklich interessante Erfahrung, zu der ich nur jedem raten kann. Meine Angst, Probleme mit der Sprache zu bekommen, war völlig unbegründet und es war echt eine tolle Zeit, die wir in so einer schönen Gegend verbringen durften.
Amina Rhninmi, 9c