Israel-Austausch
Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   23.10.2017

Am Ville-Gymnasium gibt es bereits seit 1978 einen Austausch mit israelischen Schülerinnen und Schülern. Entstanden ist er unter dem Eindruck der zu dieser Zeit noch weitgehend unaufgearbeiteten Nazi-Vergangeneit, damals lief der Film Holocaust im Fernsehen und setzte das Thema auf die Tagesordnung. Ein engagierter Lehrer unserer Schule, Herr Braun, initiierte unter diesem Eindruck den Austausch, um die Sprachlosigkeit aufzubrechen. Er fand in Israel einen Lehrer, der ebenfalls den Wunsch nach Begegnung und nach Versöhnung hatte.

Seitdem treffen sich jedes Jahr entweder in Israel oder in Deutschland jeweils Gruppen von 40-50 Schüler*innen, um sich gegenseitig kennenzulernen. In einem Jahr fährt eine Gruppe nach Israel und im nächsten versucht sich möglichst die gleiche Gruppe dann in Deutschland zu treffen. Unsere Partnerschule ist die Comprehensive High School in Yehud, eine große Schule mit 15 Parallelklassen, die die drei Highschool-Jahre beherbergt. Der Ort Yehud liegt wenige Kilometer östlich des Flughafens von Tel Aviv, ist also eingebunden in den Großraum Tel Aviv.

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Zur Zeit sind Herr Kröger und Frau Drehsen für den Israel-Austausch verantwortlich.

Wir versuchen unseren israelischen Freunden ein Bildungsprogramm zu bieten, das einerseits einen Einblick in das aktuelle Leben geben will und andererseits auch die Geschichte offenlegt. So steigen wir auf den Kölner Dom, besuchen die City von Köln, waren auch schon einmal in Kommern und schauen uns Erftstadt an. Tradition hat es auch, für drei Tage eine große historisch bedeutsame deutsche Stadt zu besuchen, meist München oder Berlin. Wir besuchen im Rahmen dieser Fahrten gemeinsam ein Konzentrationslager und wenden uns bewusst der NS-Geschichte zu.
Gerade mit der Offenlegung der uns trennenden Geschichte suchen wir die Chance, diese zu erkennen. Wir trauern gemeinsam um die Opfer. So entsteht die Möglichkeit zur Versöhnung. Auch wenn die deutschen und die israelischen Jugendlichen sich noch so ähnlich sind, dieser Hintergrund, der in fast allen Familien besteht, hat etwas Trennendes und macht den Austausch so wichtig.

Der Aufenthalt in Israel hat einen anderen Schwerpunkt. Dort erleben wir begeisterte Israelis, die uns ihr Land zeigen wollen: Wir sehen das Tote Meer, Jerusalem, Galiläa, eventuell fahren wir mit dem Kanu auf dem Jordan, wir erleben aber ebenso die christlichen Ursprünge, gehen in die Grabeskirche, stehen am See Genezareth, besuchen Nazareth. Auch in Israel verlässt uns das Thema Holocaust nicht ganz. Den Versuch der systematischen Vernichtung der Juden bezeichnet man in Israel als Shoa. Wir verbringen dort einen Tag in Yad Vashem, der größten Gedenk- und Forschungsstätte zur Schoa.

Die jeweilige Aufenthaltsdauer variiert zwischen 8 und 11 Tagen.

Wer Interesse hat, melde sich möglichst bald bei Frau Drehsen oder Herrn Kröger, auch per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).