Allgemeines
Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   22.09.2018

Das Erprobungsstufenteam

Verantwortlich für die Erprobungsstufe sind Frau Ritschel und Frau Bötticher.

In der Sekundarstufe I bilden die Klassen 5 und 6 eine besondere pädagogische Einheit: die Erprobungsstufe. Anknüpfend an die Lernerfahrungen der Kinder in der Grundschule führen die Lehrer*innen die Kinder in diesen zwei Jahren an die Unterrichtsmethoden und Lernangebote des Gymnasiums heran. Sie beobachten und fördern die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten die Entscheidung über die Eignung für die gewählte Schulform sicherer zu machen.

Innerhalb der Erprobungsstufe gehen die Schüler*innen ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 über. Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Versetzung der Schüler*innen in die Klasse 7 auch über deren Eignung für den weiteren Besuch des Gymnasiums. Stellt die Versetzungskonferenz gegen Ende der Erprobungsstufe fest, dass die Schulform gewechselt werden sollte, so wird den Erziehungsberechtigten eine entsprechende Empfehlung spätestens sechs Wochen vor Schuljahresende schriftlich mitgeteilt und gleichzeitig ein Beratungstermin angeboten. Auf Antrag der Eltern ist auch ein früherer Wechsel möglich, wenn dies im Interesse des Kindes geboten erscheint.

Die Schulleitung unterstützt die Eltern beim Wechsel des Kindes in die empfohlene Schulform.

(Quelle: http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulsystem/Schulformen/Gymnasium/index.html#A_0)

Zur Wahl der zweiten Fremdsprache
Im 2. Halbjahr der Klasse 5 müssen die Kinder ihre Wahl für die zweite Fremdsprache treffen, die sie dann ab Klasse 6 in ihrer Stundentafel finden. Am VGE stehen hierfür Französisch oder Latein zur Auswahl.
In einer globalisierten Welt kann man nicht genug Sprachen lernen! Ob man sich für Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache entscheidet, ist dabei gar nicht so wichtig. Hauptsache ist, dass das Sprachbewusstsein (auch für die eigene Sprache) über das Fremdsprachenlernen gefördert wird. Und dafür eignen sich beide zur Wahl anstehende Sprachen.

Latein Französisch
  • Lateinisch bildet die Grundlage für viele Fremdsprachen sowie fremdsprachliche Begriffe im Deutschen.
  • Im Lateinunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, Sprache systematisch zu erforschen - sie gehen ihr mit Muße auf den Grund.
  • Durch das Übersetzen wird auch die Artikulationsfähigkeit im Deutschen vertieft.
  • Die intensive Beschäftigung mit Wortbildung und Grammatik dient dem Unterricht in allen anderen sprachlichen Fächern.
  • Die Auseinandersetzung mit der Antike erschließt Grundlagen für das Verständnis unserer modernen Zivilisation.


  • Französisch ist eine lebendige Weltsprache, die den Lernenden in vielfältiger Weise konkret begegnen kann.
  • Im Französischunterricht steht die Kommunikation im Vordergrund. Sprachbetrachtung ist jedoch ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil.
  • Die intensive Beschäftigung mit einer romanischen Sprache erleichtert das Erlernen weiterer romanischer Sprachen.
  • Wortschatzarbeit und Grammatik gehören wesentlich zum Sprachenlernen dazu. Sie ergänzen den Unterricht in anderen Fächern.
  • Die Auseinandersetzung mit der Gegenwartskultur anderer Länder erweitert den Horizont für das Interesse an der modernen Welt und fördert die Teilhabe.

Kinder, die gerne aktiv kommunizieren und keine Scheu haben, fremde Laute und Schreibweisen für sich zu entdecken, werden Freude am Französischunterricht haben. Kinder, die Spaß am geduldigen Grübeln und systematischen Nachforschen haben, werden sich vielleicht eher für den Lateinunterricht entscheiden. Die wenigsten Kinder entsprechen jedoch rein solchen Typen. Viele Kinder machen ihre Vorliebe für die eine oder andere Wahlmöglichkeit an sachfremden Argumenten fest wie „Mein(e) Freund(in) will die Sprache auch nehmen“ oder „Ich hätte (nicht) so gerne Lehrer(in) XY.“

Als Eltern sind Sie einerseits gut beraten, den Wunsch Ihrer Kinder ernst zu nehmen. Andererseits ist es sicher auch notwendig, gemeinsam mit den Kindern über die langfristigen Folgen der Sprachenwahl zu sprechen.

  • In Klasse 6 werden Ihre Kinder im jetzigen Klassenverband bleiben, die zweite Fremdsprache wird als Blockunterricht erteilt.

  • In Klasse 7 werden die Lerngruppen neu zusammengesetzt, und zwar so, dass möglichst homogene Latein- und Französischklassen entstehen. Die genaue Zusammensetzung dieser Klassen hängt vom Wahlverhalten und den Möglichkeiten der Klassenbildung ab. Es wird jedoch keine willkürliche, völlig neue Konstellationen geben. Im Übrigen bleibt die Jahrgangsstufe ja in jedem Fall erhalten, und somit sicher auch klassenübergreifende Freundschaften.

  • Ab Klasse 8 bieten wir Ihren Kindern die Möglichkeit, im Differenzierungsbereich eine dritte Fremdsprache zu belegen. Dies gehört zu unserem Profil. Da seit der Einführung von Spanisch als Angebot in diesem Bereich die Fächer Latein und Französisch nicht mehr angewählt worden sind, hat unsere Schule dieses Angebot konsequenterweise gestrichen. Latein und Französisch können in Klasse 8 nicht mehr gewählt werden.

  • Das sogenannte Latinum erwerben Ihre Kinder nach fünf Jahren Lateinunterricht mit abschließend mindestens ausreichenden Leistungen am Ende der Einführungsphase/Klasse 10 als zweite Fremdsprache. Es wird zusammen mit dem Abiturzeugnis erteilt.

  • Die Möglichkeit Spanisch als spätere dritte Fremdsprache zu wählen, besteht an unserer Schule in doppelter Hinsicht:            
    1. Als dritte Fremdsprache im Differenzierungsbereich ab Klasse 8. Dieser Kurs wird dann in der Oberstufe fortgeführt.            
    2. Als neu einsetzende Fremdsprache in der Oberstufe ab der Jahrgangsstufe EF (Klasse 10)

Für die Frage des eventuellen Übergangs zur Realschule nach der Erprobungsstufe spielt die Wahl der zweiten Fremdsprache keine Rolle. Dort wird in Klasse 6 für alle Kinder Französisch unterrichtet. Latein gibt es nicht. Französisch kann dort ab Klasse 7 weitergeführt werden. Alternativ kann man aber auch ein ganz anderes Differenzierungsfach wählen. Die zweite Fremdsprache, die am Gymnasium obligatorisch ist, kann also an der Realschule nach Klasse 6 schon wieder abgewählt werden.

Unser Rat ist, bei der Entscheidung für die eine oder andere zweite Fremdsprache auf die Kinder zu hören. Diese müssen schließlich die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Da es objektiv keine Gründe gegen die Wahl einer der beiden Sprachen gibt, empfehlen wir zudem, die getroffene Wahl nicht im Nachhinein zu beklagen, sondern beherzt zu dem zu stehen, wofür man sich entschieden hat und die Kinder stets darin zu bestärken, dass sie den Anforderungen gerecht werden können.

Englisch bilingual
Seit dem Schuljahr 2017/18 bieten wir unseren Fünftklässlern die Möglichkeit, in einen bilingualen Bildungsgang einzusteigen. Unsere Schüler*innen können dann bei uns in der Fremdsprache Englisch das Referenzniveau C1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen erreichen.
Im Unterschied zu den meisten anderen Schulen gibt es bei uns keine bilinguale Klasse, sondern ein Kurssystem, bei dem der Klassenverband erhalten bleibt: Aus allen Klassen eines Jahrgangs treffen sich die Schüler*innen des bilingualen Bildungsgangs einzig für den zusätzlichen Englischunterricht in Klasse 5 und 6 bzw. für den bilingualen Unterricht in den Sachfächern in Klasse 7 bis 9, der restliche Unterricht erfolgt in der jeweiligen Klasse.

Warum bilingualer Unterricht?
Bilingualer Unterricht erhöht fachsprachliche Kompetenzen, fördert interkulturelles Lernen und berufsbezogene Fähigkeiten. Als Fachunterricht in der Fremdsprache Englisch befähigt er Schülerinnen und Schüler, fachliche Inhalte der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer in Englisch zu verstehen, zu verarbeiten und darzustellen. Der bilinguale Unterricht fördert ihre interkulturelle Kompetenz und qualifiziert sie in besonderer Weise dafür, sprachliche und kulturelle Mittler zu werden.

Was ist bilingualer Unterricht?
Von einem englisch-bilingualen Unterricht spricht man, wenn die Themen des Unterrichts in einem Sachfach wie Erdkunde oder Geschichte in englischer Sprache behandelt werden. Dabei wird es immer auch nötig sein, einzelne Aspekte oder Methoden nicht nur in englischer sondern auch in deutscher Sprache anzusprechen, so dass der Unterricht zweisprachig – also „bilingual“ – wird.

Welche Fächer werden bilingual unterrichtet?
Nach heutigem Planungs- und Personalstand werden folgende Sachfächer in englischer Sprache angeboten:
Jahrgangsstufe 7: Geschichte
Jahrgangsstufe 8, 9, EF: Geschichte und Erdkunde
Jahrgangsstufe Q1 / Q2: Erdkunde (Abiturfach)

Wann muss eine endgültige Entscheidung getroffen werden und kann man aussteigen?
Der Unterricht im Sachfach beginnt in der Jahrgangsstufe 7. Voraussetzung ist die Teilnahme an den zusätzlichen Unterrichtsstunden im Fach Englisch in der Erprobungsstufe. Eine Entscheidung für den bilingualen Fachunterricht muss erst am Ende des 6. Schuljahres getroffen werden. Zu diesem Zeitpunkt können Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gemeinsam darüber beraten. 
Aus dem bilingualen Zweig kann man an jedem Schuljahresende aussteigen.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme 
Damit unsere Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe erfolgreich am bilingualen Sachfach teilnehmen können, ist es notwendig, dass in der Erprobungsstufe die Wochenstundenzahl im Fach Englisch erhöht wird. Dies wird durch die Wahl des entsprechenden Förderkurses sichergestellt. Dieser zusätzliche Unterricht dient der intensivierten Förderung der Lesekompetenz und der Wortschatz-Erweiterung über das Lehrbuch hinaus.

Wie melde ich mein Kind an?
Bei der Aufnahme am Ville-Gymnasium wird das Interesse am bilingualen Zweig abgefragt. Am Ende des ersten Halbjahres nach Beratung mit der Fachlehrkraft müssen alle Schülerinnen und Schüler, die sich die Option eines bilingualen Abiturs offenhalten wollen, den Förderkurs Englisch-bilingual aus der Förderschiene B wählen.

Wie wird die Teilnahme am bilingualen Unterricht zertifiziert?
In den Zeugnissen und Schullaufbahn-Bescheinigungen wird ein bilingual erteiltes Sachfach mit dem Zusatz der Unterrichtssprache versehen (z.B. Erdkunde bilingual deutsch-englisch).
Bei erfolgreichem Abschluss des bilingualen Bildungsgangs erhalten die Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche Bescheinigung zum Abschlusszeugnis, in der die Fächer und Klassen des bilingualen Unterrichts ausgewiesen werden. Das Abiturzeugnis enthält einen besonderen Vermerk über den bilingualen Bildungsgang.