Home
Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   13.10.2026

Der Frankreichaustausch hat alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert. Zuerst waren die französischen Austauschschüler und -schülerinnen bei uns am VGE zu Gast, anschließend reisten unsere Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Herrn Kopplin und Frau Brand nach Frankreich. Zwei Schülerinnen berichten von ihren Erlebnissen …

Am Mittwoch, dem 26.11.2014, war es endlich so weit. Wir alle waren unglaublich aufgeregt und freuten uns schon den ganzen Morgen lang auf unsere französischen Austauschschüler, die wir in wenigen Stunden endlich kennenlernen würden. Einige von uns hatten nämlich schon über das Internet Kontakt zu ihnen aufgenommen. Wir waren ziemlich gespannt, wie es wohl mit der Verständigung klappen würde. Und das „wichtigste“: Mit welchen Worten sollten wir sie empfangen? Doch viel Zeit blieb uns nicht darüber nachzudenken, denn um 16 Uhr trafen unsere Franzosen am Liblarer Bahnhof auch schon ein. Das Wetter in Erftstadt entsprach leider nicht unserer Traumvorstellung, da es an diesem Nachmittag wirklich sehr kalt war und hin und wieder regnete. Doch die Stimmung war so gut, dass dies in den Hintergrund rückte. Dann endlich kam der Zug und die Begrüßungen waren sehr herzlich, somit waren alle Befürchtungen umsonst gewesen. Anschließend fuhren unsere von der langen Reise völlig erschöpften Korrespondenten mit ihren Gastfamilien nach Hause.
Am Donnerstagmorgen trafen wir uns alle an der Schule und fuhren gemeinsam mit dem Bus nach Bonn. Die erste Station war das „Haus der Geschichte", danach stand Schlittschuhlaufen auf dem Plan und anschließend hatten wir noch Zeit, die Stadt Bonn zu erkunden. Besonderen Flair bot der Bonner Weihnachtsmarkt.
Am Freitag durften unsere Franzosen einen ganzen Schultag mit uns am VGE miterleben. Besonders interessant schien der Französischunterricht für unsere Austauschschüler zu sein. Großes Lob ernteten unsere Französischlehrer für ihre Aussprache und die Gestaltung des Unterrichts.  Zum Ausklang des Tages trafen wir uns am späten Nachmittag zum gemeinsamen Bowlen in Hürth. An diesem Abend, konnte man deutlich spüren, dass die Verständigung schon leichter wurde und die Beziehungen immer vertrauter wurden. Also konnte das Wochenende beginnen, denn der Samstag und Sonntag standen zu freien Gestaltung den jeweiligen Gastfamilien zur Verfügung. Dabei wurde das Verhältnis zwischen Austauschschülern und Gastfamilien gestärkt.
Nach einem intensiven Wochenende in den Familien stand am Montag der Ausflug zur Burg Satzvey in der Eifel an. An diesem eisig kalten Dezembertag machte sich bemerkbar, dass unsere Franzosen andere Temperaturen gewöhnt sind. An der Auswahl der Kleidung konnte man erkennen, dass sie diese Kälte nicht erwartet hatten. Trotz allem muss die Führung durch die Burg auch für sie beeindruckend gewesen sein. Nach der Rückkehr fuhren alle wieder zu ihren Gastfamilien. Einige Schüler organisierten private Treffen in gemischter Runde.
Dienstags freuten sich unsere Austauschschüler ganz besonders, denn das Ziel  war die bei Touristen sehr beliebte Domstadt Köln. Unter anderem besuchten wir das am Rhein liegende Schokoladenmuseum, das unseren Gästen eine besonders kulinarische Erfahrung bot. Zum krönenden Abschluss durfte der Besuch der Domplatte mit Blick auf den weltberühmten Dom nicht fehlen. Zum gemeinsamen „Bunten Abend“ trafen sich alle Austauschschüler mit ihren Gastfamilien und den am Austausch beteiligten Lehrkräften im VGE. Bei einem gemeinsamen Buffet und dem Anschauen der Fotos, die in den letzten Tagen entstanden waren, ließen wir die Woche noch einmal gemeinsam Revue passieren. Es war ein gelungener Abend, jedoch konnten wir deutlich spüren, dass der Tag der Abreise bevorstand.
Am Mittwoch, dem Abreisetag, kamen alle Korrespondenten bepackt mit ihren Koffern in die Schule. Es waren nur noch wenige Stunden bis zur Abreise. Als sich alle am Austausch beteiligten Schülerinnen uns Schüler zu einem Gruppenfoto versammelten, flossen bereits die ersten Tränen. Pünktlich zum Abschied fielen dicke Schneeflocken vom Himmel und unsere Franzosen riefen begeistert: „Il neige, il neige!“. Das war ein schönes Abschiedsgeschenk, denn für die meisten unserer Franzosen, war es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie Schnee sahen.
Abschließend kann ich behaupten, dass der Frankreichaustausch eine absolut wertvolle Erfahrung war. Ich würde jederzeit wieder daran teilnehmen.
Hannah Krischer

Am Donnerstag, dem 29. Januar, ging es endlich los. Wir hatten alle auf diesen Tag hingefiebert. Unsere Koffer waren gepackt und auf ging es mit Vorfreude zum Erftstädter Bahnhof. Wir konnten früh morgens starten, sodass wir um die Mittagszeit mit dem Thalis in Paris eintrafen. Von der Hauptstadt konnten wir leider nur den Bahnhof erkunden, doch das war schon aufregend genug, denn auch dort war schon alles anders.
Dann ging es weiter mit dem TGV nach Nîmes. Die Fahrt verlief insgesamt so angenehmen und schnell, dass wir kaum erschöpft, nur mit großer Aufregung, in Nîmes aussteigen konnten. Die letzten paar Stunden der Fahrt wurden eh nur noch mit interessiertem und leicht fasziniertem Betrachten der vorbei rasenden Landschaft verbracht.
Am Gare de Nîmes wurden wir von einem freundlichen Empfangskomitee bestehend aus ein paar Eltern und unseren französischen Austausch-Lehrerinnen empfangen, die uns anschließend zum Lycée in Milhaud brachten.

Schon der Bahnhof aus Sandstein mit großen Fensterfronten übertraf unsere Vorstellung. Mitten in der Eingangshalle stand ein Klavier für die Öffentlichkeit nutzbar und als wir nach draußen traten, standen wir vor mehreren Springbrunnen aus Sandstein inmitten einer weitläufigen Allee. Das war schon sehr vielversprechend!
Als wir an der Schule ankamen, hatte die Freude die Aufregung überwogen, denn nun blickten wir in fröhlich aussehende und bekannte Gesichter. Von manchen wurden sogar Freudentränen vergossen. Schnell war wieder alles vertraut.
Als ich bei meiner Gasfamilie zuhause ankam, hatte ich zuerst einmal Zeit zum Auspacken und um mich frischzumachen. Die mitgebrachten Gastgeschenke, deutsche Spezialitäten, fanden neue Besitzer, die sich sichtlich freuten. Anschließend konnte ich beim Abendessen die Eltern meinr Austauschschülerin genauer kennenlernen und auch deren alltägliches Leben in Frankreich.
Dennoch gestaltete sich das Essen etwas komplizierter, denn ich nahm an, dass der Auflauf, der sich später als Vorspeise raus stellte, der Hauptgang sei. So konnte ich vom Hauptgang nur noch drei bis vier Bisse genießen bis ich endgültig satt war und auch beim Dessert musste ich aussetzen.
Meine Gasteltern konnten beide leider nur französisch, doch das war kein Problem, denn wir konnten uns in vielen Situationen mit Umgangssprache und auch mit dem Google-Übersetzer aushelfen. Des Weiteren war meine gesamte Gastfamilie während des gesamten Austauschzeitraums unglaublich herzlich und zuvorkommend. Also freute ich mich umso mehr auf die Woche in Frankreich.
Am nächsten Morgen traf sich die ganze Austausch-Gruppe in der Schule, um zum ersten Ausflug aufzubrechen. Wir fuhren nach Montpellier, einer Stadt, deren Architektur noch immer sehr vom Mittelalter geprägt ist. Dort erkundeten wir die Gassen und Sehenswürdigkeiten als erstes mit der gesamten Gruppe und später auch in Dreier- oder Vierer-Grüppchen sehr genau.
Das ganze Stadtleben und die Gebäude unterschieden sich deutlich von dem uns in Deutschland bekannten und waren sehr beeindruckend.
Doch wir lernten nicht nur die alten Ecken Montpelliers kennen, sondern auch den totalen Kontrast, denn zum Mittag hin spielten wir Lasertag. Dies war eines der Highlights des Austauschs, da wir uns dort auspowern konnten und vermutlich jeder hatte unglaublich viel Spaß.

Spätestens nach dieser Aktion war das Eis in der Gruppe gebrochen. Glücklich fuhren wir alle nach Hause zurück in unsere Gastfamilien. Die Abende verbrachte ich mit meiner Austausch-Schülerin grundsätzlich mit ausgelassenem Quatschen und hauptsächlich mit Lachen. Auch die Beziehung zu meinen Gasteltern wurde jeden Tag leichter und besser.
Über das Wochenende, das wir mit Ausflügen in der Gastfamilie verbrachten, entwickelten sich sogar erste Familieninterne Insider, die die ganze Woche witzig blieben.
Am Wochenende besuchten wir sehr viele Sehenswürdigkeiten, wie den Pont du Gare, den Pont d'Avignon und unter anderem auch den typischen Markt am Wochenende. Am folgenden Montagmorgen besuchten wir bis zum Mittag den Unterricht mit unseren Corres.

Danach machten wir eine Rallye durch die Schule und sahen uns eine moderne französische Komödie an.
Am nächsten Tag fuhren nur wir Deutschen nach Nîmes. Dort besichtigten wir ein Amphitheater und die „Maison Carrée“. Doch das Wetter spielte an diesem Tag nicht so mit wie sonst, denn es begann zu regnen und zu schneien, sodass wir Nîmes leider kurzfristig wieder verlassen mussten.
Da Schnee in Südfrankreich nicht üblich ist, wurde die Schule und damit auch der Ausflug in die Provence für den nächsten Tag aus Sicherheitsgründen abgesagt. Dies war aber keine allzu große Tragödie, denn für uns bedeutete das ein komplett freier Tag mit unserer Gastfamilie. Ich fuhr an diesem Tag noch einmal an das verschneite Meer und besuchte ein Aquarium.

Am Abend des Tages traf sich die gesamte Gruppe samt Eltern nochmal in der Schule zu einem abschließenden „Bunten Abend“, den wir mit Essen von französischen Köstlichkeiten und Quatschen verbrachten. Am Ende wurden sogar vorzeitig Tränen vergossen im Hinblick auf die Abreise am nächsten Tag. Noch am Abend verabschiedete ich mich schweren Herzes von den Eltern und bedankte mich gründlich für die wirklich gelungene Woche.
Am folgenden Morgen fuhren wir alle widerwillig zur Schule. Natürlich blieb uns dort noch genügend Zeit für eine richtige Verabschiedung, die meist mit Weinen endete.
Aber wir gingen mit Versprechungen auf ein baldiges Wiedersehen auseinander.
Die Rückfahrt gestaltete sich genauso wie die Hinfahrt mit dem einzigen Unterschied, dass wir uns nun auf unsere eigenen Familien freuten.
Abschließend kann ich sagen, dass ich den Austausch für einen vollen Erfolg halte!
Ich habe in jeder Hinsicht neue Erfahrungen gesammelt in Form von neu erkundeten Städten und Orten, aber auch als Lebenserfahrungen, wie man sich selbständig in einer anderen Sprache verständigt. Bei diesem Austausch habe ich auch andere Mitschüler kennengelernt und somit neue Freunde. Außerdem durfte ich eine Woche in den Genuss der französischen Küche kommen. Doch das wichtigste ist, dass wir alle länderübergreifend neue Freunde gefunden haben.
Leonie Jap, 9d