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Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   13.10.2026

Angeregt durch das Projekt des Bistums: „Türen öffnen“ haben sich die Schülerinnen und Schüler der katholischen Religionskurse in der Jahrgangsstufe 6  vorgenommen, den Kindern aus dem Flüchtlingsheim in Liblar die Türen des Ville-Gymnasiums zu öffnen.

Das Interesse, die „neuen Nachbarn“ kennenzulernen, war sehr groß, so dass unsere Schülerinnen und Schüler sogar bereit waren, nachmittags nach Schulschluss einen ersten Besuch im Flüchtlingsheim abzustatten.

So machten sich Mitte November einige Kinder unseres VGE auf den Weg in das Heim an der Radmacherstraße, um einen Eindruck vom alltäglichen Leben der Flüchtlingskinder zu gewinnen. Monika Kessler von der katholischen Pfarrei St. Barbara in Liblar arbeitet seit vielen Jahren ehrenamtlich in einem ökumenischen Arbeitskreis für Flüchtlingshilfe. Bei unserem Besuch gab sie uns einen Einblick in die Strukturen und die Anlage des Flüchtlingsheims und unseren Schülerinnen und Schülern Antworten auf ihre Fragen: Welche Sprache sprechen die Kinder? Wie lange sind die Kinder schon in Deutschland? Gehen die Kinder zur Schule? Sind einige Kinder schreckhaft?

Während eines abschließenden Gangs über das Gelände der Radmacherstraße konnten die Schülerinnen und Schüler des VGE beim gemeinsamen Werfen auf den Basketballkorb den ersten Kontakt zu einigen dort lebenden Kindern knüpfen.

Am Donnerstag, dem 3.12.15, war es dann endlich so weit: Gerüstet mit Spielen und Ideen, wie man trotz zu erwartender Sprachbarrieren gemeinsam Spaß haben könnte, wurden die Türen des VGE zu einem Spielenachmittag geöffnet. Zwölf Mädchen und Jungen aus der Jahrgangsstufe 6 begrüßten zusammen mit ihren Lehrerinnen die Gäste. Frau Kessler besuchte uns mit vier jugendlichen Mädchen und Jungen im Alter unserer Schülerinnen und Schüler sowie vier Kindern im Grundschulalter. Mit Händen und Füßen wurde kommuniziert, gespielt, gelacht und reichlich genascht. Die anfängliche Schüchternheit war schnell verflogen.

Außer dem Herkunftsland konnten wir allerdings bisher noch nicht viel über das bisherige Leben unserer neuen Nachbarn erfahren. Auf beiden Seiten stand jedoch fest, dass ein weiteres Treffen im Januar stattfinden soll, um die Flüchtlingskinder in das Erftstädter Leben zu integrieren und einen langanhaltenden Kontakt aufzubauen.