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Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   18.12.2018

 

Unsere Israel-Reise 2018 hat begonnen! Am Sonntag sind wir, 22 Schülerinnen und Schüler mit Frau Hanigk, Herrn Kröger und Herrn Pagga, von Düsseldorf nach Tel Aviv geflogen.

Am Flughafen wurden wir sehr emotional und begeistert empfangen. Wir kannten einander vom Besuch in Erftstadt im Dezember 2017, so dass sich schon viele Freundschaften entwickelt hatten, die nun weiter gepflegt werden können. Etwas übernächtigt angekommen haben wir den ersten Nachmittag in den Familien verbracht, viele mit einem Mittagsschläfchen, manche haben aber auch schon die ersten Ausflüge gemacht. Am Abend trafen wir uns alle in unserer Partnerschule, wo es ein gemeinsames Falafel-Essen gab und die erste Chanukka-Kerze angezündet wurde. Heute, am Montag, sind wir vormittags in der Schule und die Schülerinnen und Schüler sitzen gerade im Unterricht und erfahren vermutlich, dass Schule einerseits auch hier eine normale Schule ist. Dennoch gibt es Unterschiede: Der Umgang ist sehr persönlich, hier werden die Lehrer*innen geduzt, die Schüler*innen haben WhatsApp-Gruppen mit den Lehrer*innen und insgesamt ist manches ein wenig „lockerer" als bei uns.

In den letzten Jahren haben wir Gäste hier in der Schule die Holocaust-Überlebende Rina treffen können, die uns ihre entsetzliche persönliche Geschichte erzählte. Sie selbst hat drei verschiedene Konzentrationslager überlebt, aber einen großen Teil ihrer Familie verloren. In Sachsenhausen wurde sie schließlich befreit. Jetzt ist sie 96 Jahre alt und nicht mehr in der Lage vor Schülern zu sprechen.


Heute Mittag werden wir nach Jaffa und Tel Aviv fahren und somit ein wenig öffentliches israelisches und arabisch-israelisches Leben kennenlernen. Jaffa ist eine der wirklich alten Hafenstädte des Nahen Ostens mit einem schönen alten Ortskern. Hier gibt es einen traditionellen arabischen Markt, den wir besuchen und dort auch unsere Mittagspause machen werden.


Am frühen Abend, auch hier wird es um 16.30 Uhr dunkel, werden wir die moderne Metropole Tel Aviv besuchen, die mit Jaffa eine Art Doppelstadt bildet. Wir werden den Rothschild-Boulevard entlanggehen, die kleine Oase Sarona in Tel Aviv besuchen und dabei den Esprit dieser wirklich aufregenden Stadt aufnehmen. Den Abend verbringen wir in den Familien, um dann morgen unsere Rundreise zu beginnen, die uns Israel näher bringen wird.

Wir freuen uns auf mehr. Shalom!

Am Dienstag haben wir uns auf den Weg gemacht, weitere Facetten Israels kennenzulernen.
Morgens waren wir in der größten Tropfsteinhöhle Israels.

Der Weg führte uns dann über den kleinen Ort Ein Karem auf einen der Hügel Jerusalems, von dem wir einen herrlichen Blick auf die Altstadt und den Felsendom genießen konnten. 


Nachmittags begann der eindringlichste Teil des Austauschs der zugleich eine große Herausforderung ist, der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die Schüler*innen wurden in einer dreistündigen Führung mit dem Grauen des deutschen NS-Terrors und der Judenvernichtung konfrontiert. Die eindrückliche Erfahrung wurde am Abend noch einmal in Gruppengesprächen reflektiert.

Am Mittwoch ging es in die Wüste. Das erste Ziel war Massada, die Festung König Herodes', in der uns antike jüdische Geschichte lebendig vor Augen geführt wurde. Zudem genossen wir einen fantastischen Blick auf Jordanien und das Tote Meer.

In Letzterem konnten die Schüler*innen dann im Anschluss schwimmen oder – besser gesagt – sich treiben lassen. Nach einer kurzen Stippvisite im Naturreservat En Gedi kamen wir in der Jugendherberge am See Genezareth an, in der wir übernachten.

Der Donnerstag begann mit dem ersten Regen, den wir in Israel zu sehen und spüren bekamen und über den sich vor allem unser Reiseführer, Rotem, freute, weil es in den letzten Monaten zu wenig davon gab.

Auf der Fahrt entlang des Sees Genezareth machten wir zunächst Halt am Grab des Rabbi Meir. Die israelischen Schüler*innen erläuterten den deutschen Schüler*innen die Gebetsrituale in einer Synagoge.

Weiter ging es nach Yardenit, wo der Überlieferung nach Jesus von Johannes im Jordan getauft wurde. Wir wurden Zeugen der Taufe einer südamerikanischen Reisegruppe, die nacheinander vollständig im Jordan eintauchten.

Weiter nördlich besuchten wir dann zwei Orte, an denen Jesus – nach dem Zeugnis des zweiten Teils der Bibel – Wunder gewirkt haben soll: die Mensa Christi und die Brotvermehrungskirche.

Anschließend fuhren wir zu den Golanhöhen. Die syrische Grenze ist hier nicht mehr weit und die strategische Bedeutung der Anhöhe wird einem beim Blick über Galiläa und den See Genezareth anschaulich vor Augen geführt. Der Tag endete in Akko, wo sich die Schüler*innen eine „warme Dusche" verpassten, indem sie sich gegenseitig Komplimente machten und Wünsche für die Zukunft formulierten.

Der letzte Tag der Studienfahrt führte uns nach Rosh Haniqra an der libanesischen Grenze, wo das Mittelmeer ein Grottensystem in den Fels gefräst hat. Die Wucht des Mittelmeers bekamen wir am eigenen Leib zu spüren: Einige Schüler*innen wurden durch die stürmischen Wellen ziemlich durchnässt.

Bei einem Wechsel von Regen und Sonnenschein erreichten wir erneut Akko. In den beeindruckenden Mauern der Kreuzritterfestung wurde die mittelalterliche Geschichte der Region greifbar.

Der Besuch des Basars in der Altstadt vermittelte uns dann einen authentischen Eindruck des Mit- und Nebeneinanders von jüdischem und arabischem Leben im Nahen Osten.

Den Freitagabend und den Samstag verbringen unsere Schüler*innen in ihren Gastfamilien, bevor am Abend die Farewell-Party in der Schule stattfindet.

Shalom Israel!