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Die Schüler*innen des Biologie-Leistungskurses und zweier Biologie-Grundkurse der Jahrgangsstufe 11 (Q1) unserer Schule untersuchten in Nettersheim die Urft, um deren Wasserqualität bestimmen zu können. Hier ein Bericht.

Um die Güte des Wassers feststellen zu können, haben wir den Saprobienindex des Wassers bestimmt. Was das ist, wurde uns zu Beginn in einer kurzen Einführung erklärt. Die Saprobie ist das Maß für den Gehalt organischer, unter Sauerstoffverbrauch leicht abbaubarer Substanzen in Fließgewässer.

Um diesen Wert zu ermitteln, sammelten wir in kleinen Gruppen, an unterschiedlichen Stellen des Baches kleine Insektenlarven, Muscheln und Schnecken, die wichtige Faktoren für die Bestimmung der Wasserqualität darstellen. Gerade solche Zeigerorganismen brauchen bestimmte Umweltbedingungen, um leben zu können, daher findet sich nicht jedes Tier in jedem Gewässer.

Nach dem Sammeln der Saprobien identifizierten wir die verschiedensten Tiere, darunter waren Mückenlarven, verschiedene Schnecken, Fliegenlarven usw.

Bei der Auswertung spielt einerseits die Vielfalt der verschiedenen Tiere und andererseits die Menge der jeweils gefundenen Exemplare einer Art eine Rolle. Den Tieren werden Zahlen zugeordnet, je nachdem wie viele Tiere einer Art auftreten. 1-5 Schnecken ergeben zum Beispiel einen Wert von 2. Dieser Wert wird dann in eine Formel eingegeben und berechnet.
 

In unseren Gruppen ermittelten wir Werte von 1,8 bis 2,1. Der offizielle Saprobienindex der Urft bei der letzten Gewässeruntersuchung im Jahr 2018 betrug 2,3. Die Urft zählt also noch zu den gesunden und recht sauberen Fließgewässern. Der Leiter des Experiments erzählte, dass weniger als 2% der Fließgewässer in Deutschland einen sehr guten Saprobienindex hätten, 30% einen guten, und die restlichen Werte schlechter bis ganz schlecht seien.
Mathilda K. (Q1)