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Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   16.10.2019

 

Die Früchte unserer Projektwoche, in der sich alle Beteiligten mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt haben, können Sie während unseres Schulfestes unter dem Titel: „OUR COMMON FUTURE“ bestaunen. Sie, Ihre Familien und Freunde sind herzlich eingeladen zu unserem Schulfest am Samstag, dem 28. September 2019, von 11.00 bis 16.00 Uhr im und um das Ville-Gymnasium. Herzlich willkommen! Das Programm finden Sie hier ...

 

Bereits im Vorfeld haben sich die Lehrer*innen unserer Schule mit dem komplexen Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigt und boten für die Woche – zum Teil auch gemeinsam mit externen Experten – ein vielfältiges Angebot von Projekten an, die von den Schüler*innen gewählt wurden. Die Wahl eines Projektes, mit dem man sich dann eine ganze Woche lang intensiv auseinandersetzen kann, motiviert die Schüler*innen ebenso wie die besonderen Themen und Arbeitsformen, die in einer solchen Woche ausprobiert werden können. „Generell werden die Lerninhalte in dieser Woche sehr interessant und ansprechend verpackt, sodass die Schüler schon mit einer viel höheren Motivation in den Schultag starten“, meint Hannah.

Sie hat im vergangenen Schuljahr gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern eines Pädagogikkurses der Einführungsphase aus lerntheoretischer Perspektive die besonderen Bedingungen einer Projektwoche und deren Wirkung erkundet. Dabei wurden unterschiedliche Theorien zum pädagogischen Ertrag einer solchen Woche und deren Bedingungen für erfolgreiches und vor allem nachhaltiges Lernen untersucht.

Die Schüler*innen des Pädagogikkurses fanden heraus, wie und was in der Woche alles gelernt wird. Egal, welche Theorie, ob es das Lernen am Modell, der Behaviorismus, der Kognitivismus oder die Neurobiologie, wie Gerald Hüther sie vertritt, ist, alle diese Theorien beschreiben Lernprozesse und zeigen, welche besonderen Lernerfolge unter den Bedingungen einer Projektwoche erzielt werden können, fanden die Schüler*innen, Fee, Hanna, Juli, Tamara und Jolina heraus. Auch wenn die Theorien diese Lernprozesse sehr unterschiedlich beschreiben, zeigen sie doch alle, wie gut das Lernen in einer Projektwoche gelingen kann. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadebatte und der „Fridays for Future“-Bewegung, so Juli, „wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger und es muss dringend eine Lösung gefunden werden. Dass Kinder und Jugendliche lernen nachhaltiger zu leben, ist also ein erster, wichtiger Schritt zur Lösung.“ Der Lernstoff ist also im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig. In der Woche können unsere Schüler*innen an ihrem Vorwissen anknüpfen und von da aus das Thema erkunden. Dabei steht das eigenständige Arbeiten im Vordergrund und fördert ebenso wie Exkursionen ein positives Lernklima, wie es auch der Neurobiologe Hüther befürwortet, schreibt Fee und weiter: „Es werden zudem auch offene Lernsituationen hergestellt, in denen die Schüler selbst Lernstrategien entwickeln müssen. Das eigenständige Entwickeln und die Kommunikation mit den anderen Schülern, aber auch mit Lehrern und Experten, fördert den Lernprozess enorm.“ Auch das „Lernen am Modell“ motiviert und kann dazu führen, dass die Schüler*innen die Dinge, die sie selbst von Vorbildern gelernt haben, weiterhin selbst anwenden und anderen – nicht nur am Schulfest – vermitteln können. So entsteht wirklich ein nachhaltiger Lerneffekt.

Der Kognitivismus zeigt ebenso die positiven Effekte des Projektlernens. Dazu kommen die Vorteile, die aus der „partnerschaftlichen und kooperativen Arbeitsweise“ entstehen, wie das aus Klaus Hurrelmanns Pädagogik hervorgeht. In solchen Lernformen kann die Mündigkeit der Schüler*innen in besonderer Weise gefördert werden. Es ist zu erwarten, dass die Schüler*innen „sich noch länger an das in der Projektwoche Gelernte erinnern“, ist Hannahs Fazit, nicht zuletzt deshalb, weil sie es am Schulfest der Schulgemeinschaft vorstellen und konstruktives Feedback erhalten können, was wiederum das Lernverhalten positiv beeinflussen wird, ist sie überzeugt. Kein Wunder, dass die Schüler*innen des Pädagogikkurses zu der Überzeugung gelangen, „dass die Projekte zum Thema Nachhaltigkeit nur positive Einflüsse auf das Lernverhalten der Schüler haben“ (Hannah).