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Ville-Gymnasium der Stadt Erftstadt - Schwalbenstraße 1 - 50374 Erftstadt-Liblar - Tel.: 02235/922253 - Fax: 02235/922255 - E-Mail: sekretariat@ville-gymnasium.de   /   06.12.2019

 

Mit dieser Plakette wurde das Ville-Gymnasium am Montag, dem 18.11.2019, vom Verein Courage in das Netzwerk von mittlerweile 3000 Schulen in ganz Deutschland aufgenommen. 

Dies sei kein Preis, sondern die Erinnerung an eine Selbstverpflichtung, die die gesamte Schulgemeinschaft übernommen habe, so die Regionalkoordinatorin vom Aktionsbündnis für Demokratiestärkung und Antirassismus, Frau Rogoll, die zusammen mit Herrn Sieveking die Plakette in einem Festakt überreichte.

Zuvor hatten bereits die Schülervertreterinnen Elisabeth R. und Franziska B. gemeinsam mit der Schulleiterin, Frau Tiesarzik, anschaulich herausgestellt, wie notwendig es sei, Widersprüche auszuhalten, Andersartigkeit nicht nur zu ertragen, sondern auch zu akzeptieren und Toleranz, Wachsamkeit und Achtsamkeit immer wieder neu einzuüben. So wurde deutlich, dass die Mitgliedschaft im Netzwerk für die gesamte Schulgemeinschaft eine dauerhafte Aufgabe bleiben wird.


 

Begonnen hatte der Thementag mit einer Veranstaltung der Reihe Lebenswege, zu der unser Schulpate für das Projekt Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage, Alhassan Baldé eingeladen war. Baldé erzählte im Gespräch mit Vertretern der SV von seinem außergewöhnlichen Lebensweg. Häufig habe er selbst Diskriminierung, Alltagsrassismus oder auch Nachteile wegen seiner Behinderung erlebt. Alhassane Baldé ist seit seiner Geburt aufgrund eines ärztlichen Fehlers vom achten Brustwirbel abwärts querschnittsgelähmt. Im Alter von neun Monaten kam er zu einer medizinischen Behandlung nach Deutschland. Als er fünf Jahre alt war, wurde er von seinem in Deutschland lebenden Onkel und dessen Frau adoptiert. Baldé studierte Duales Arbeitsmarktmanagement an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit und ist bei der Bundesagentur in Bonn tätig. Als professioneller Rennrollstuhlfahrer nahm er 2004 an den Paralympics in Athen, 2008 in Peking und 2016 in Rio teil. Außerdem war er bei Welt- und Europameisterschaften in den letzten Jahren regelmäßiger Gast auf dem Treppchen. Er ermutigte unsere Schüler*innen, Rassismus und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten und ihr Handeln immer wieder zu hinterfragen, um Toleranz und Aufgeschlossenheit immer neu zu gewinnen. Außerdem stellte er heraus, wie wichtig es sei, für etwas zu brennen und ein Ziel vor Augen zu haben. Wenn man erst einmal motiviert sei, könne man mit harter Arbeit und Leidenschaft jedes Ziel erreichen.

Herzlichen Dank sagen wir unserem überzeugenden und engagierten Paten!