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Der Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 von Frau Wolter besuchte in Brühl eine Kinovorstellung des Films „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl". Eine Schülerin berichtet ...

Am Freitag, den 14.02.2020 sind wir mit dem Q1 Deutsch Grundkurs von Frau Wolter ins Zoomkino nach Brühl gefahren, um dort, im Rahmen unserer Unterrichtsreihe zu Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ und passend zur Flüchtlingsthematik, den Film „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ anzuschauen. Frau Wolter hatte das Kino exklusiv für unseren Kurs mieten können und unser Ausflug begann damit, dass wir uns am Bahnhof in Liblar getroffen haben und dann von dort aus mit dem Bus nach Brühl weitergefahren sind. Ca. eine halbe Stunde und viele interessante Gespräche in freudiger Erwartung auf den Film später, sind wir in Brühl angekommen und haben uns sogleich auf den kleinen Fußweg zum Kino gemacht. Dort angekommen wurden wir von einer sehr freundlichen Dame in Empfang genommen und ins Kino hereingebeten. Die Vorstellung begann.

Der Film spielt im Jahr 1933 kurz vor dem Wahlsieg der Nazis und handelt von einer jüdischen Familie, bestehend aus Mutter, Vater, einem Journalisten, der 10-jährigen Anna und dem 13-jährigen Max, die kurz bevor Hitler an die Macht kommt in die Schweiz fliehen muss, weil der Vater, welcher ein bekannter Journalist ist, sich in seinen Zeitungsartikeln gegen Hitlers Politik gestellt hatte und vom Nazi-Regime verfolgt wird. Da der Vater in der Schweiz aber keine Arbeit findet, geht es weiter nach Paris, wo sie aufgrund des Mangels an Arbeit in, für die Familie untypischen, ärmlichen Verhältnissen leben müssen.
Auch sonst thematisiert der Film deutlich die Herausforderungen, denen sich die Familie nun stellen muss. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die kulturellen und sprachlichen Unterschiede gelegt, die vor allem für die beiden Kinder in der Schule ein Problem darstellen.
Insgesamt war es ein sehr spannender Film, der die Probleme von Flüchtlingen in allen Zeiten, also zu der Zeit in der „Nathan der Weise“ spielt, zur Zeit der Kreuzzüge, zu NS-Zeiten und auch in der heutigen Zeit realitätsnah darstellt.
Am Ende des Tages ging es dann wieder mit dem Bus zurück zur Schule. Der Film hat viele von uns zum Nachdenken über das Thema angeregt und wir haben alle etwas Wertvolles mitnehmen können. Auch der Spaß und das Gruppengefühl im Kurs kam bei diesem Ausflug selbstverständlich nicht zu kurz; im Gegenteil, es wurde bereichert. Um herauszufinden, ob die Familie es schafft, ein neues Zuhause zu finden und glücklich zu werden, würde ich jedem empfehlen den Film anzuschauen.
Celina Tiefenthal, Q1